Rainer Bonhof
 




Vielen ist er als Co-Trainer von Berti Vogts bekannt: Rainer Bonhof führte mit Vogts die deutsche Nationalmannschaft 1996 zum Europameistertitel. Doch gerade die Karriere als Spieler lässt sich durchaus sehen.

Dabei war es gar nicht so selbstverständlich, dass Bonhof in die Liste der deutschen Auswahlspieler aufgenommen wurde. Um dies zu ermöglichen bedurfte es erst einmal eines gewissen bürokratischen Aufwands: Rainer Bonhof wurde zwar in Emmerich am Rhein – auf der deutschen Seite – geboren, besaß aber wegen seines Großvaters nur einen niederländischen Paß! Er war der erste deutsche Nationalspieler, der eingebürgert wurde, um für die A-Nationalmannschaft spielen zu dürfen. Im Nachhinein kann man dies wohl als Glücksfall bezeichnen, denn sonst wäre er sicherlich irgendwann für den „Erzfeind“ aus dem Nachbarland aufgelaufen. Nicht auszudenken, wenn im WM-Finale 1974 der Abwehrspieler Rainer Bonhof den deutschen Stürmern die Bälle geklaut hätte...

Die Bundesligakarriere Bonhofs begann 1970 in Mönchengladbach. Gleich in seinem ersten Jahr holten die Fohlen die deutsche Meisterschaft, der 1975, 1976 und 1977 später noch drei weitere folgen sollten. So steil angelehnt wie am Vereinsheim in Gladbach stand die Karriereleiter auch beim DFB: Schon 1972 absolvierte Rainer Bonhof sein erstes Länderspiel. Drei Jahre später gelang in München der ganz große Triumph – Weltmeister, ausgerechnet gegen die Oranjes! Beim nächsten großen Turnier war Bonhof wieder dabei, aber diesmal reichte es bei der Europameisterschaft 1976 nur zum 2. Platz. Insgesamt trug er das Trikot mit dem Adler 53mal.

Weitaus mehr Erfolge konnte Bonhof mit seinen Vereinen feiern, allen voran mit der legendären Fohlen-Elf der 70er Jahre: Neben vie Meisterschaften gewann er hier 1973 den DFB-Pokal, stand im gleichen Jahr im UEFA-Cup Finale und gewann diesen 1975. 1977 scheiterte Gladbach dann im Pokal der Landesmeister erst im Endspiel. Nach seiner so erfolgreichen Zeit in Mönchengladbach wagte Bonhof den Schritt ins Ausland. Zwei Jahre spielte er in Spanien beim FC Valencia, mit dem er 1980 zum Abschied den Pokal der Pokalsieger gewann. Zurück in der Bundesliga kickte Rainer Bonhof noch einige Saisons für den 1. FC Köln, bevor er – nach einem kurzen Gastspiel in Berlin – seine Karriere als Sportinvalide beenden musste. Rainer Bonhof war einer der ganz großen Allroundkönner des deutschen Fußballs, der außer auf der Position des Torwarts alles spielen konnte!






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